Planungssicherheit
bei der Gewinnung in unsicheren Zeiten?

Nicht zuletzt das vergangene ForumMIRO hat deutlich gemacht, wie problematisch in Deutschland
derzeit die Gewinnung von Sand und Kies ist und wie unsicher die Aussichten für die nächsten Jahre sind.
Zahlreiche Unternehmen sehen sich hohen Hürden ausgesetzt. Sie verzichten vorsichtshalber auf
Investitionen in Gewinnungsanlagen, damit bisweilen auch auf die Erschließung regionaler Lagerstätten
oder Restauskiesungen. Zwangsläufig resultieren daraus negative Folgen für die Unternehmen und die
heimische Versorgungslage. Die gute Nachricht ist: Es gibt Alternativen.

Trotz der aktuell kontroversen Diskussionen über die Gewinnung von Sand und Kies verrichten in Europa rund 160 aktive Habermann-Saugbagger täglich ihren Dienst und tragen damit wesentlich zur Rohstoffversorgung bei. Jedes Jahr werden im Schnitt bis zu fünf dieser Gewinnungsgeräte wieder
frei, d.h. die Betreiber benötigen nach Abschluss einer Nassgewinnungsmaßnahme das Fördergerät nicht mehr.
Dann stellt sich die Frage: Was tun – verschrotten? Oder hat das Gerät noch einen Nutzen und kann womöglich an anderer Stelle viele weitere Jahre Rohstoffe fördern? Antworten kann die Habermann Lohnbagger GmbH geben. „Da wir die langjährigen Habermann-Kunden weiterhin betreuen und
mit Ersatzteilen versorgen, haben wir Informationen und Zugriff auf nahezu alle im europäischen Markt arbeitenden Saugbagger. Dazu zählen auch Fremdfabrikate. Wir können den Besitzern einen ordentlichen Preis für das freiwerdende Gewinnungsgerät garantieren, ohne dass diese sich selbst um
den Verkauf kümmern müssen“, berichtet Thomas Kuhn, Geschäftsführer und Partner von Habermann.

Ist das Equipment zurückerworben, wird es auf den neuesten Stand der Technik gebracht und bekommt nach Beseitigung der Korrosion am Stahlbau auch optisch eine Frischzellenkur. „Mit dieser werterhaltenden Maßnahme haben wir nicht nur den bisherigen Betreiber glücklich gemacht,
sondern können dem nächsten Kies-Unternehmer ein Fördergerät anbieten, das es mit jedem neuen Saugbagger aufnehmen kann. Das ist nicht nur günstig, sondern auch nachhaltig“, erklärt Ekkehart Fromme, ebenfalls Geschäftsführer und Partner von Habermann. Eine instandgesetzte
Habermann-Anlage mit Saugbagger, Förderleitung, Energiekabel und Schöpfrad kostet nur rund die Hälfte einer Neuanlage und der große Vorteil ist darüber hinaus, dass diese schon innerhalb weniger Wochen einsatzbereit ist. „Die Lebensdauer der Anlage unterscheidet sich nicht von einer
Neuanlage, da die medienberührenden Ersatzteile immer noch auf dem neuesten Stand der Technik sind, ohnehin laufend erneuert werden und somit eine effiziente Rohstoffgewinnung gewährleisten“, weiß Thomas Kuhn aus Erfahrung zu berichten, da Habermann Lohnbagger mittlerweile zahlreiche Anlagen selbst betreibt bzw. vermietet.

GENERALÜBERHOLT geht es für ein nun bald wieder voll leistungsfähiges Gewinnungsgerät zurück in den See und an die Arbeit.

 

Vom Einzelfall mit Service zur Flotte mit Service

Was vor rund sechs Jahren mit der Ersatzteilversorgung und dem Service rund um die Habermann-Saugbagger begann, ist nunmehr zu einer regelrechten Saugbaggerflotte angewachsen. Mit der Erfahrung aus mehr als 80 selbst durchgeführten Auskiesungen kann die Habermann Lohnbagger
GmbH mit ihrem Bestand an Gewinnungsanlagen für jeden Anwendungsfall die beste und günstigste Lösung anbieten.
„Ob kleines Kieswerk mit einzelner Lagerstätte, große Konzerne mit langjähriger Gewinnungsplanung oder Spezialfälle wie die Quarzsandförderung: Wir haben für alle Situationen bisher die richtige Lösung und das richtige Equipment gefunden“, beschreibt Kuhn die Arbeit der letzten Jahre.
Dabei sind die jeweiligen Voraussetzungen bei den Auftraggebern so unterschiedlich wie die Beschaffenheit des Materials. „Da gibt es den Kunden in Süddeutschland, der nach einer langjährigen Gewinnung mit einem Greiferbaggerein Aufmaß hat machen lassen und mit der Information
zu uns kommt, dass er die noch rund 500.000 t Restkies nicht im See liegen lassen möchte und seine Genehmigung für ein neues Gewinnungsfeld auch noch nicht klar ist. Natürlich macht es hier keinen Sinn, die komplette Anlage zu kaufen. Es ist aber ein Leichtes für den Interessenten, zu kalkulieren, dass er mit einer gemieteten Anlage seine Rohstoffe wirtschaftlich fördern, absetzen und sich damit selbst einen Zeitpuffer verschaffen kann“, berichtet Ekkehart Fromme und führt auch das Beispiel einer Lohnbaggerei an, bei der eine angenommene Restmenge von 200.000 t nachzukiesen war. Dabei stellte sich heraus, dass die liegengebliebene Tonnage tatsächlich viel höher war als ursprünglich gedacht. So wurde der Lohnbaggervertrag sukzessive verlängert. Die Nachkiesung liegt mittlerweile bei 450.000 t. Aufgrund der hohen Tonnage hat dieser Auftraggeber nunmehr einen sehr guten Förderpreis pro Tonne bekommen, da die anfallenden Fixkosten rund um die Gewinnung einer viel höheren Fördermenge gegenüberstehen, als ursprünglich angenommen. Ein anderer Interessent aus Ostdeutschland, der bereits zwei Habermann-Saugbagger im Einsatz hat, plante seine Produktion in einem neu zu erschließendem Feld auszuweiten und dafür möglichst güntig und effizient das Gewinnungsequipment aufzustocken.
Auch hier war das gemeinsam erarbeitete Modell die bestmögliche Lösung. Das Unternehmen konnte einen hochwertig überholten Saugbagger auf Mietbasis im Vollschnitt testen. Am Ende der Mietzeit war der Betreiber vom restaurierten Saugbagger vollends überzeugt und hat diesen kurzerhand
übernommen.

Für Spezialfälle und modernste Anforderungen gewappnet

In den letzten beiden Jahren gab es außerdem einen seltenen Sonderauftrag: Ein gesunkener Schneidradbagger musste vom Seegrund geborgen, komplett aufgearbeitet und modernisiert wieder in den Einsatz gebracht werden. „Dieser Auftraggeber hat von uns ein Rundum-Sorglos-Paket bekommen.
Für die Zeit der Überarbeitung des Schneidradbaggers haben wir kurzfristig einen Saugbagger als Ersatz verkauft, um die laufende Produktion zu gewährleisten. Ist der Schneidradbagger wieder einsatzfähig, kaufen wir den Saugbagger zurück, um ihn an anderer Stelle wieder zu nutzen“, berichtet Kuhn über das umfangreiche Projekt.

Natürlich kann es auch vorkommen, dass Habermann für ein bestimmtes Vorhaben kein eigenes Equipment anbieten kann, wenn bspw. die auszukiesende Restmenge zu gering, die Tiefe zu groß oder einfach kein passendes Gerät frei ist. „Aber auch hier haben wir noch immer eine Lösung gefunden, denn dank zahlreicher Partner im Markt und reichlich Erfahrung im Rücken lässt sich jedes Problem anpacken“, ist sich Fromme sicher.

Dank des umfassenden Baukastensystems sind je nach Anwendungsfall viele Kombinationen möglich. Auch die Montage, der Transport und die Inbetriebnahme des gesamten Equipments sowie die Schulung des Personals wird durch das erfahrene Habermann-Team angeboten. Begleitung und Beratung von der ersten Bestandsaufnahme vor Ort an bis zur Inbetriebnahme über den Zeitraum der Förderung und schließlich der Demontage nach Beendigung des Projekts wird genauso garantiert wie ein 24/7-Service und die schnelle Ersatzteilversorgung. Alle wichtigen Ersatzteile werden in ausreichender Menge bevorratet. Aus diesem Grund ist das Unternehmen auch in Bezug auf Preis und Qualität sehr gut aufgestellt.

Sämtliche Habermann-Gewinnungsgeräte sind darüber hinaus mit modernen Abbaukontrollanlagen ausgestattet, die den Gewinnungsprozess erleichtern, die Lagerstättennutzung optimieren und das Risiko einer Überbaggerung vermeiden helfen. Saugbaggerfahrer als auch andere Verantwortliche können zur Kontrolle zudem stets auf den aktuellen Informationsstand zugreifen.

Das Konzept von Habermann Lohnbagger mit seinen unterschiedlichen Möglichkeiten ist für viele Unternehmen der Branche ein hoffnungsvoller Ansatz, ihre Gewinnung trotz Widrigkeiten ohne teure, risikobehaftete Finanzierungen durchführen zu können. So lässt sich die derzeit angespannte
Marktlage überbrücken und besseren Zeiten entgegensehen. Interessenten an den Geräten und Dienstleistungen des Unternehmens erhalten auf Anfrage beim Anbieter eine Übersicht verfügbarer Geräte entlang der gesamten Förderkette.